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Leider liegt dir Bequemlichkeit im Blut. Um deinen Wohlfühlkreis zu verlassen, musst du einen unbequemen Weg in Kauf nehmen. Oft genug scheitern wir an kleinsten Hindernissen und wir werden wieder in unseren Kreis gezogen.

Der Status Quo siegt.

Dabei kann das Ziel zwar reizbar sein, es ist aber keine Garantie dafür, dass wir uns endlich bewegen. Endlich etwas Neues wagen. Etwas, was wir vorher noch nie getan haben.

Geld ist hier ein ganz besonderes Thema. Es scheint zu komplex, zu umfangreich. Dafür gibt es ausgebildete Banker und studierte Finanzexperten. Das Finanzthema ist so umfangreich, dass du nicht in der Lage bist alles zu überblicken.

Das muss auch nicht sein.

Es gibt Menschen die Erkenntnisse gewonnen, Abläufe vereinfacht und Produkte entwickelt haben.

(Und ich meine hier nicht die netten Bankverkäufer.)

Für Privatanleger wie du einer bist.

Von diesen Errungenschaften kannst du als fauler Anleger profitieren und der Börse Geld verdienen.

 

Die Geburt des Indexfonds

 

Schon um 1900 begann Louis Bachelier seine Forschungsarbeiten über den Aktienmarkt. Dabei stellte er fest, dass Prognosen über den Aktienmarkt, der Wahrscheinlichkeit nach, zu 50% zutreffen würden.

Klingt für uns logisch. Das war aber nicht immer so.

Bachelier war seiner Zeit weit voraus. Wissenschaftler, die sich den Aktienmarkt zu wanden, sah man als unseriös an.

1952 nahm ein junger Student seine Theorien und Schriften wieder zur Hand. Harry Markowitz entwickelte die Ansätze weiter. Er begründete dann die moderne Portfoliotheorie. Diese Arbeit bescherte ihn den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Die moderne Portfoliotheorie beinhaltet folgendes: Durch eine breite Streuung der Geldanlagen kann man nicht nur das Risiko mindern, sondern erhält auch gleichbleibende Renditechancen.

Darauf aufgebaut präsentierte Eugene Fama 1970 seine Efficient-Market-Theorie. Diese besagt, dass der Markt effizient ist. Alle relevanten Informationen sind eingepreist. Aus diesem Grund ist es nicht möglich den Markt langfristig zu schlagen. Stockpicking, also die Auswahl einzelner Aktien, ist damit nicht nur aufwendig und teuer, sondern auch ineffizient.

Natürlich kennst du bekannte Ausnahmen. Warren Buffett und George Soros sind vielen Anlegern geläufig.

Wie viele Menschen haben im letzten Jahrhundert Geld an die Börse gebracht?

Ja genau. Unendlich viele.

Die erfolgreichen Super-Investoren kommen nicht mal auf 1% aller Anleger.

Also messe dich nicht mit ihnen!

Aber weiter geht’s:

1971 erblickte der erste Indexfonds das Licht der Welt. Mit Grundlage der Efficient-Market-Theorie wurde er von William Sharpe und Bill Fouse entwickelt. Der „Samsonite Pension Fund“ war allerdings nur für institutionelle Anleger handelbar. Dieser Fonds bildete 1500 Aktien der New York Stock Exchange ab.

 

Das erste Mal auch für Privatanleger zugänglich

 

5 Jahre später war es dank John Bolge und Burton Malkiel soweit. Der „Vanguard 500“ war speziell für Privatanleger gedacht. Ab sofort war es jedem möglich, breit gestreut in Aktien zu investieren.

Damals war der Handel noch schwierig. Es ging alles übers Telefon. Mit dem Einzug des Internets wurde der Handel mit Indexfonds einfacher und auch interessanter.

Ende der 80er Jahre war es deutschen Institutionellen möglich den ersten Indexfonds zu handeln. Und Anfang der 90er Jahre trat der erste deutsche Index-Publikumsfond auf dem Markt. Der „Oppenheim DAX-Werte Fonds“.

 

Der erste Exchange Traded Fund (ETF)

 

Für den ersten ETF, also börsengehandelten Indexfonds, war 1993 der große Auftritt. Der „Standard & Poor’s Depository Receipts“ wurde an der American Stock Exchange gehandelt. Erst 2000 wurde der Handel mit ETF´s in Europa erlaubt.

In Deutschland, Schweden, der Schweiz und Großbritannien begann der rasche Aufstieg.

Erst ein paar Jahre alt, lassen schon die Zuwachsraten die Macht des Produkts erahnen. Das weltweite Anlagevermögen in ETF lag Ende 2015 bei sagenhaften 2.878 Mrd. Dollar.

4.396 verschiedene ETF´s waren derzeit weltweit auf dem Markt erhältlich. Dagegen waren es 2013 nur knapp über 200.

Der Lauf der ETF hat begonnen und ist noch lange nicht zu Ende. Nur 4% der Deutschen haben Sparguthaben in ETF.

Dass hier noch Potential vorhanden ist, liegt auf der Hand.

 

Der Unterschied zu klassischen Fonds

 

Der Unterschied von ETF´s zu herkömmlichen Investment-Fonds ist einfach: der klassische Fonds besitzt ein ständig wechselndes Portfolio an Wertpapieren, nach Einschätzung der Fondsmanager und der ETF besitzt ein Wertpapierkorb nach einem bestimmten Index.

Ziel der klassischen Fonds ist es den Markt zu schlagen. Besser zu sein als der Durchschnitt.

Klingt nicht falsch. Ist aber verdammt teuer!

Mit im Schnitt 3,52% Gesamtkostenquote (TER) liegen die klassischen Fonds deutlich über die Indexvariante. Bei ETF´s liegt die TER teilweise bei nur 0,5%.

Rechne selbst nach, wie groß der Unterschied nach 20 oder 30 Jahren ist: mit dem Kostenrechner von justetf.com.

Klar, wenn man den Markt schlagen will, muss man einiges tun. Nach Ansicht der Fondsmanager werden bestimmte Werte dazugekauft oder verkauft. Transaktionskosten belasten hier das Depot stark. Unternehmen werden analysiert, beobachtet und ab und zu auch besucht. Das alles kostet und lässt sich in Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge und sonstige Gebührenkonstellationen wieder erkennen.

Wenn der Fondsmanager das Händchen besitzt den Markt zu schlagen, ist es ja nicht schlimm. Die hohen Gebühren sind dann eine Investition die mehr Rendite einfährt. Dem ist aber nicht so!

Kein Fondsmanager ist in der Lage dauerhaft den Markt zu schlagen. Auf kurze Sicht gibt es natürlich immer wieder Ausreißer. Diese werden dann in Werbebroschüren verpackt und dem potenziellen Anleger vor die Nase gehalten. Wie lange dieser Fonds allerdings besser ist als der Markt, weiß niemand. Die Statistik sagt: die meisten nicht dauerhaft.

ETF´s profitieren von den Entdeckungen und Entwicklungen Bacheliers, Markowitz´s, Famas, Sharpes, Fouses, Bogles und Malkiels. Wenn ich den Markt nicht schlagen kann, dann laufe ich halt mit ihm mit.

Die durchschnittliche Marktrendite ist auf jeden Fall besser, als durch hohe Handelskosten weit unter dem Durchschnitt zu liegen. Wo die meisten Anleger auch zu finden sind.

 

Vorteile für dich als fauler Anleger

 

Du kannst diese Errungenschaft für dich nutzen. Du musst kein Studium ablegen um in Aktien zu investieren. Unternehmensanalysen kannst du dir auch sparen.

Du hast auch keine Zeit um dauerhaft vor unzähligen Charts zu sitzen. Sie zu analysieren und dann auch noch richtig zu interpretieren.

Deine Zeit ist kostbar. Nach Job, Familie und Hobbys ist nichts mehr dran an deinem Tag. Da musst du dich nicht noch mit solch langweiligen Themen beschäftigen.

ETF ausgesucht, Sparplan eingerichtet und evtl. einmal im Jahr nachjustieren. Der Rest läuft von allein. Mit diesen 7 Schritten gehst du richtig vor.

Auf die klassische Art anlegen kostet nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit.

Lege dein Geld besser smart an. Nehme den Marktdurchschnitt mit, denn besser machst du es dauerhaft eh nicht.

Die moderne Portfoliotheorie ist deine Mitfahrgelegenheit, um die Chancen am Weltmarkt genauso zu nutzen, wie die großen Investoren.

 

Woher holst du deine Rendite?

 

www.statista.de

(Quelle: www.statista.de)

Wo bist du auf der Grafik zu finden? Wie hast du dein Geld angelegt? Möchtest du daran etwas ändern oder bist du zufrieden mit deiner Wahl?

Schreib kurz ein Kommentar dazu.

 

Bis gleich

David

About the Author

David liebt es einfach vorzugehen. Gerade bei dem Thema Geldanlagen findet er, dass es Unmengen von nutzlose Informationen gibt, die er für dich rausfiltert…

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